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Andernach
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Die Fassade des Andernacher Stadtmuseums ist besonders reich verziert. Es wurde Ende des 16. Jahrhunderts erbaut.
  • Andernach

    Andernach existiert zwar seit über 2000 Jahren, aber erst seit Kurzem ist die rheinland-pfälzische Stadt am Mittelrhein, gerade einmal ein paar Biegungen flussabwärts von Koblenz, auch in aller Munde. Vor einigen Jahren startete dort das Projekt „Die essbare Stadt“. Ob im Burggraben, an der Stadtmauer oder auf anderen Grünflachen, überall wird Obst und Gemüse angebaut. Und zwar nicht nur zum Anschauen. Jeder darf selbst Hand anlegen und alles, was ihm unterkommt, ernten: Bohnen, Tomaten, Zwiebeln, Kartoffeln, Kohl und vieles mehr. So bleibt bei einem Bummel durch die Straßen niemand hungrig.

    Ein 56 Meter hoher alter Turm ist das Wahrzeichen der von Andernach

    Ein Besuch Andernachs lohnt aber nicht nur deswegen. Die malerische 30.000-Einwohner-Stadt – eine der ältesten Deutschlands – hat zahlreiche Zeugnisse aus der Vergangenheit zu bieten. Wer an der gut erhaltenen Stadtmauer entlangspaziert, kommt an vielen davon vorbei. Als Startpunkt eines Rundgangs bietet sich der runde Turm an. Der 56 Meter hohe Bau ist das Wahrzeichen der von Andernach.

    Kanonenkugel-Pyramiden im Schlossgarten

    Von hier aus gelangt man nach einem kurzen Fußmarsch an den Stadtgraben. Dort liegt die Burgruine mit hübschem Schlossgarten, in dem Kanonenkugeln aus dem Dreißigjährigen Krieg zu Pyramiden arrangiert sind. Dahinter folgt das Koblenzer Tor, das einst als repräsentativer Eingang zur Stadt diente und die Burganlage sicherte. Heute stehen aufgrund seiner Zerstörung im Pfälzischen Erbfolgekrieg (1689) nur noch Reste.

    Am Hindenburgwall geht es Richtung Rhein

    In den wunderschönen Grünanlagen am Fluss kann man flanieren und die Aussicht aufs Wasser genießen. Im einst wirtschaftlich wichtigen Hafen handelten die Römer mit Bims und Basalt. Zu sehen gibt es noch das Bollwerk (Rheinzollbastion) und den Alten Krahn (in der alten Schreibweise mit h), der bis 1911 Mühlsteine, Tuff und Wein verlud.

    In den Rheinanlagen legen auch die Schiffe zum Kaltwasser-Geysir ab. Auf dem Rückweg in die Stadt kann der Besucher dann schauen, ob das Gemüse schon reif zum Ernten ist.

    Beliebte Aufslugtipps in der Region Mittelrheintal Rheinhessen

    Tipp aus der Printausgabe: Juni/Juli 2014 | Bianca Winze

  • Unsere Restauranttipps in der Region

    Destille Schwarzbrennerei

    Deftiges und Leichtes, Hausmannskost und Feines.

    Adresse: Koblenzer Straße 200, 56626 Andernach
    Telefon: 26 32/ 30 04 04
    Öffnungszeiten: Montag -  Sonntag 17:30 – 22:00 Uhr

    Restaurant Villa am Rhein

    Abwechslungsreiche Gerichte mit grandiosem Blick auf den Rhein.

    Adresse: Konrad-Adenauer-Allee 3, 56626 Andernach
    Telefon: 0 26 32/9 27 40
    Öffnungszeiten: Sonntag - Freitag 11:30 - 15:00 Uhr und 17:00 - 23:00 Uhr,
    Samstag geschlossen

    villa-am-rhein.de
    Weinhaus Merowingerhof

    Das Weinhaus Merowingerhof in Andernach ist ein kleines Restaurant unweit des Rheins. Versteckt in seinem Innenhof, zwischen Feigenbäumen, blühenden Pflanzen und den efeubewachsenen Wänden des Fachwerkhauses befindet sich ein wunderschöner romantischer Biergarten. Bunte Sonnenschirme beschatten im Sommer die kleinen Holztische und -stühle.

    An ihnen können die Gäste herrlich sitzen, entspannen, ihre Speisen und ein kühles Bier oder wahlweise ein Glas regionales Weins aus dem reich bestückten Weinkeller des Merowingerhofs genießen. Rund 90 Weine aus verschiedenen Regionen bieten die Betreiber Ruth Fendel und Jens Aufderheide an. Besonders stimmungsvoll ist die Atmosphäre im Biergarten am Abend, wenn er von Lichterketten, die zwischen den grünen Blättern der Pflanzen verborgen sind, erleuchtet wird.

    Adresse: Hochstraße 30, 56626 Andernach
    Telefon: 0 26 32/4 48 48
    Öffnungszeiten: Täglich ab 17:00 Uhr

    www.merowingerhof.de
  • Unsere Ausflugstipps in der Region


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