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Goslar
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Ein Straßenabschnitt der Altstadt von Goslar mit restaurierten Fachwerkhäusern. Im Hintergrund zu sehen ist die Marktkirche St. Cosmas und Damian mit ihren beiden Türmen.
  • Goslar

    Eines Tages, so die Sage, ritt ein Ritter namens Ramm durch den Harz, um für den Kaiser Wild zu jagen. Er folgte der Spur eines Hirschs, sie führte einen steilen Berg hinauf. Da band er sein Pferd an und setzte seinen Weg zu Fuß fort. Während Ritter Ramm den Hirsch erlegte, scharrte sein Pferd mit den Hufen eine Silber-Ader frei. Von da an grub und buddelte man, 1000 Jahre lang. Der Berg wurde nach dem Ritter benannt: Rammelsberg, und die Stadt, die an seinem Fuße entstand, nach seiner Gemahlin Gosa: Goslar.

    Heute ist das 1988 stillgelegte Bergwerk Unesco-Weltkulturerbe

    Genauso wie die Altstadt von Goslar. Die schmalen Gassen mit den schieferverkleideten Fachwerk-Häusern scheinen alle zum selben Ziel zu führen: dem Marktplatz, Herz der niedersächsischen 50.000-Einwohner-Stadt. Dienstags und freitags brummt hier ein Wochenmarkt, im Winter verwandelt sich der Platz in einen der schönsten Weihnachts-Märkte Deutschlands.

    Marktbrunnen mit dem Wahrzeichen Goslars

    Doch auch wenn keine Buden auf dem Pflaster stehen, lohnt sich ein Besuch. Im Zentrum steht ein mittelalterlicher Brunnen, darauf breitet das Wahrzeichen Goslars seine Schwingen aus: ein goldener Adler mit einer Krone auf dem Kopf. Vom Markt-Brunnen aus läuft das Pflaster strahlenförmig zu den Gebäuden, die den Platz einsäumen. Erster Anlaufpunkt für viele ist das Rathaus und sein Huldigungs-Saal, ein Kleinod spätgotischer Raumkunst.

    Figurenspiel auf den Giebel des Kämmereigebäudes

    Zurück im Freien erklingt ein Glockenspiel, alle Kameras richten sich auf den Giebel des Kämmerei-Gebäudes. Vier Mal am Tag öffnen sich dort die Türchen, und ein Figurenspiel führt zu Bergmann-Melodien die Stadt-Geschichte vor. Hinter dem Rathaus ragen die beiden Türme der Marktkirche in die Höhe. Die Kuppel des Südturms ist steil und spitz, die des Nordturms rund, offen und begehbar: 232 Treppen-Stufen führen in die Türmerstube. Von oben sieht man im Süden die mächtige Kaiserpfalz mit dem Kaiserhaus, Sitz vieler Salierkaiser und der berühmteste Wohnsitz ihres Reichs.
    Dahinter erhebt sich der Berg, auf dem einst ein Ritter einem Hirsch nachstellte, ohne zu ahnen, dass die Menschen noch 1000 Jahre später davon erzählen würden.

    Beliebte Aufslugtipps in der Region Harz

    Tipp aus der Printausgabe: Januar 2015 | Julius Schophoff

  • Unsere Restauranttipps in der Region

    Brauhaus Goslar

    Selbst gebrautes Bier und alte Goslaer Speisen.

    Adresse: Marktkirchhof 2, 38640 Goslar
    Telefon: 0 53 21/68 58 04
    Öffnungszeiten: Sonntag - Donnerstag 11:00 - 23:00 Uhr,
    Freitag - Samstag 11:00 - 0:00 Uhr

    www.brauhaus-goslar.de
    Historisches Café am Markt

    Kuchen, Torten und Kaffee in rustikalem Ambiente.

    Adresse: Markt 4, 38640 Goslar
    Telefon: 0 53 21/2 06 22
    Öffnungszeiten: täglich 09:30 - 18:30 Uhr

    Maltermeister Turm

    Berggaststätte in einem Rundturm aus dem 14. Jahrhundert. Harzer Spezialitäten und Panoramablick über Goslar und das Harzvorland.

    Adresse: Rammelsbergstr. 99, 38644 Goslar
    Telefon: 0 53 21 / 48 00
    Öffnungszeiten: täglich ab 11:00 Uhr

    www.maltermeister-turm.de
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