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Heidelberg
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Die ehemalige kurpfälzische Residenzstadt Heidelberg ist bekannt für ihre malerische Altstadt mit der Schlossruine.
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    Auf der Alten Brücke in Heidelberg tummeln sich Amerikaner, Japaner, Russen, Deutsche. Sie schwatzen, lachen, fotografieren sich mit dem Handy, posieren für Gruppen-Bilder. Lehnen sich über die Mauer, blinzeln in den Neckar, der wie ein blaues Band unter ihnen dahinfließt. Im Hintergrund erhebt sich majestätisch das Schloss über die Altstadt. Die Burgruine mit Zinnen und Türmen ist umrahmt von leuchtend grünem Wald, der auf beiden Seiten des Flusses die Hänge krönt.

    Einmal über den romantischen Philosophenweg wandeln

    Oben am Philosophen-Weg, wo das milde Klima Palmen wachsen lässt, sind Dichter-Worte in Stein geritzt. Zu den bekanntesten zählen die Verse von Friedrich Hölderlin: „Heidelberg, lange lieb ich schon.“ Bis heute ist Heidelberg ein Inbegriff der Romantik. Liebespärchen aus aller Welt schlendern durch die Straßen, halten Händchen, lassen sich von der lebendigen Leichtigkeit der Stadt anstecken.

    Mehr als ein Fünftel der 150.000 Heidelberger sind Studenten

    Sie lernen an der ältesten Universität Deutschlands und sorgen dafür, dass die Altstadt ewig jung bleibt. Von der Alten Brücke zum Marktplatz ist es nur ein Katzensprung. Das Herz Heidelbergs besteht aus einem Geflecht von Gassen, das beinahe kleinstädtisch wirkt. Doch die Fußgänger-Zone belehrt einen schnell eines Besseren: Sie gehört mit ihren 1,5 Kilometern zu den längsten autoverkehrsfreien Einkaufs-Meilen Europas. Viele kleine Läden gibt es hier, Cafés, Kneipen und Eisdielen.

    Wer hier nicht schon alles zu Gast war

    Nelson Mandela, zahlreiche Bundes-Präsidenten und eine Königin mit Kurpfälzer Wurzeln: Silvia von Schweden wurde vor 71 Jahren in Heidelberg geboren und soll dort bis heute immer mal wieder inkognito unterwegs sein. Den Zweiten Weltkrieg überstand die Residenz-Stadt fast unbeschadet, doch der Pfälzische Erbfolgekrieg Ende des 17. Jahrhunderts hat ihr schwer zugesetzt. Am Ende war die Altstadt abgebrannt und das Schloss eine Ruine, von der heute die ganze Welt schwärmt.

    Der romantischste Ort aber ist das Elisabethentor, ein Prunk-Portal im Schloss-Garten. Kurfürst Friedrich V. ließ es für seine Braut Elisabeth Stuart errichten als Zeichen seiner übergroßen Liebe. Dieser Zauber wirkt bis heute nach.

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    Tipp aus der Printausgabe: April/Mai 2015 | Andreas Steidel


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