Deutschlands schönste Seiten
Rothenburg ob der Tauber
© pure-life-pictures / Fotolia.com
Das Plönlein in Rothenburg ob der Tauber mit dem Sieberstor (links) und dem Kobolzeller Tor (rechts).
  • Rothenburg ob der Tauber

    Konnichiwa, Welcome und Grüß Gott an einem Sehnsuchtsort! Für Europa-Reisende aus Japan, den USA und der ganzen Welt führt an Rothenburg ob der Tauber kein Weg vorbei. Knapp 11.000 Einwohner hat die fränkische Kleinstadt an der Kreuzung von Romantischer Straße und Burgenstraße – und rund 1,5 Millionen Tages-Besucher pro Jahr. Die mittelalterliche Altstadt ist das Urbild deutscher Gemütlichkeit.

    Eines der beliebtesten Reiseziele Deutschlands

    In der Abstimmung der Deutschen Zentrale für Tourismus über die beliebtesten Reiseziele 2014 liegt Rothenburg auf Platz vier hinter Neuschwanstein, dem Europa-Park und dem Kölner Dom. Auch wenn die Romantik im Gedränge zuweilen arg strapaziert wird, der Charme-Offensive dieser mit Türmen gespickten Stadt am Fluss Tauber kann sich so schnell keiner entziehen. Und so stapft man verzückt durch kleine Gassen und zahlreiche Stadttore, landet in verwunschenen Winkeln und einem ganzjährigen Weihnachts-Dorf, schlendert über lauschige Plätze, vorbei an Brunnen, Kirchen, den sieben Tugenden und sieben Lastern an der Renaissance-Fassade des Baumeisterhauses und an so zauberhaften Fachwerk-Bauten wie die Gerlachschmiede oder das Ensemble um den Georgsbrunnen.

    Einmal im Jahr herrscht Krieg in der Stadt Dreißigjähriger Krieg

    Dann stürmen Landsknechte in historischen Gewändern mit Karren und Kanonen den Marktplatz, wo Gaukler, Krämer und Ablass-Händler zugange sind. Immer an Pfingsten feiert Rothenburg ein triumphales Ereignis: den Meistertrunk. Als der Feldherr Tilly 1631 die Stadt eroberte, versprach er, von der Zerstörung abzusehen, wenn es einem Rothenburger Ratsherrn gelänge, einen Pokal mit dreieinviertel Litern Frankenwein in einem Zug auszutrinken. Der Altbürgermeister stellte sich der Herausforderung und schaffte den Meistertrunk.

    Wer nun ermattet ist von der Zeitreise, dem Fachwerk-Mikado und Gewimmel in den Gassen, kann sich auf ein Glas Frankenwein in eine der Weinstuben retten. Oder er stärkt sich – zum Beispiel im schönen Burggarten – mit einer Tüte Schneeballen, den typischen, in Fett ausgebackenen und mit Puderzucker bestäubten Mürbeteig-Kugeln. Oishii! Delicious! Sehr lecker!

    Beliebte Aufslugtipps in der Region Franken

    Tipp aus der Printausgabe: August/September 2015 | Dorothee Fauth


Städte in der Region Franken

Regionen im Umfeld