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Wintertraum an der Ostsee
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Am Ende der Mole von Warnemünde steht diese rot-weiße Leuchtbake und weist ankommenden Schiffen den Weg in den Rostocker Hafen.
  • Wintertraum an der Ostsee

    Sich vom kalten Wind durchblasen lassen und anschließend in einer Teestube Zuflucht suchen. Am menschenleeren Strand nach Treibgut und Bernstein Ausschau halten, während das aufgepeitschte Wasser ein wütendes Lied dazu spielt – im Winter hat die Ostsee einen rauen Charme und einen besonderen Erholungswert. Wenn das Meer gar zufriert und der Winter die Küste mit bizarren Eisskulpturen schmückt, ist das wie ein Urlaubs-Jackpot.

    Die Hansestadt Lübeck ist ideal für einen Besuch im Winter. Nach einer Erkundungstour durch die Puppenstuben-Welt der Gänge und Höfe und die mittelalterliche Altstadtinsel in den Armen der  Trave locken zahlreiche Museen zum Aufwärmen. Im Holstentor und im Europäischen Hansemuseum beispielsweise erfährt man alles über den Aufstieg und Fall der einstigen Hansemacht. Und im Café Niederegger in der Breiten Straße kann man Marzipan nicht nur probieren. Eine Ausstellung nimmt Besucher mit auf eine Zeitreise durch die Geschichte des Konfekts.

    Früher stand der Winter für Kälte, Gefahr und Schwermut. Literatur-Studenten der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg haben herausgefunden, dass der "schöne Winter" vor 250 Jahren "erfunden" wurde. Allen voran schwärmten der Dichter Friedrich Gottlieb Kloppstock und seine Frau Meta in Gedichten und Briefen vom Glitzern des Eises, von den vielen Nuancen von Weiß, von der Freude am Schlittschuhlaufen und dem heißen Punsch danach am Kaminfeuer. Auch in die menschenleeren Winterstrände auf der Halbinsel Fischland kann man sich an einem Sonnentag Hals über Kopf verlieben.

    Am Ende der 541 Meter langen Westmole von Warnemünde steht diese grün-weiße Leuchtbake und weist den ankommenden Schiffen den Weg in den Rostocker Hafen. Ein Spaziergang auf dem künstlich angelegten Wellenbrecher-Damm ist sowohl am Tag (Schiffe gucken) als auch am Abend reizvoll. Doch Vorsicht: Bei rauer See kann es schonmal eine Gischt-Dusche geben.

    Keine Bus-Schlangen, keine Bratwurststände, kein Gedränge. Im Winter hat man Rügens Kreidefelsen fast für sich allein. Mal versinken sie im Grau der Nebenschleier, mal leuchten sie kaltweiß vor blauem Winterhimmel. Ein schöner Spaziergang ist der Hochuferweg von Lohme zum berühmten Königsstuhl. Unten grollt das Meer und nagt an den Felsen. Oben der Mensch im Fadenkreuz der Elemente. Klein, aber glücklich.

    Wenn die flachen, salzarmen Boddengewässer zufrieren, kann man die Eisfischer bei der Arbeit beobachten. Harte Kerle, die vor der Kälte nicht zurückschrecken, große Löcher in die Eisdecke hacken, darin ihre Netze auslegen und auf einen guten Fang hoffen. Der Kubitzer Bodden an der naturbelassenen Westküste Rügens etwa ist ein ausgezeichnetes Hechtrevier - auch im Winter.

     

     

    Tipp aus der Printausgabe: Januar/Februar 2018 | Dorothee Fauth

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    Caféhaus Marimar

    Meisterhafte, selbst gebackene Torten und Kuchen am historischen Marktplatz.

    Adresse: Markt 11, 17489 Greifswald
    Telefon: 0 38 34/89 84 20
    Öffnungszeiten: Montag - Sonntag 10:00 – 18:00 Uhr

    Pomeria

    Schiffsgaststätte im Museumshafen mit fangfrischem Fisch, aufwendig zubereitet.

    Adresse: Im Museumshafen,
    Telefon: 01 71/ 1 72 24 00
    Öffnungszeiten: im Sommer ab 12:00 Uhr,
    im Winter Montag - Sonntag ab 16:00 Uhr

    www.hornfischbar.de
    Utkiek Pier 19

    Fisch frisch aus dem Bodden mit traumhaftem Blick aufs Wasser.

    Adresse: Am Hafen 19, 17493 Greifswald-Wieck
    Telefon: 0 38 34/8 33 10
    Öffnungszeiten: Sonntag - Donnerstag 11:30 - 22:00 Uhr,
    Freitag - Samstag 11:30 - 23:00 Uhr

    www.utkiek-greifswald.de
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